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Besuch beim Biohof Achleitner: das steckt in und hinter der Biokiste

Biohof Achleitner Biokiste

Aufgrund unserer Unzufriedenheit mit der Qualität des Gemüse- und Obst-Angebot in so machen Geschäften, hatten wir im Frühjahr für ein paar Monate die Biokiste vom Biohof Achleitner abonniert. Als wir aber mit dem Angebot nicht mehr ganz so zufrieden waren und im Sommer dann das Gemüse-Angebot vom Garten meiner Eltern nutzen konnten, haben wir die Kiste wieder abbestellt. Warum wir sie jetzt doch wieder haben könnt ihr im heutigen Beitrag nachlesen.

Ich habe darauf auch einen Bericht mit Pro- und Kontra-Punkten geschrieben. Den Bericht dazu könnt ihr hier nachlesen. Ich wurde dann von Lisa, einer Mitarbeiterin beim Biohof direkt angeschrieben und einige Punkte wurden in den Mails aufgeklärt. Die möchte ich natürlich richtig stellen und hab sie euch hier aufgelistet:

„Zusatzeinkäufe erspart man sich nicht“ – Das stimmt so nicht unbedingt. Theoretisch kann man sich fast alles mit der Biokiste mitliefern lassen, was man in der täglichen Küche braucht. In unserem Zusatzkatalog „Für d’Speis“ sind alle Produkte von Brot, Milchprodukte, über Nudeln bis hin zu Waschmittel und Kosmetika angeführt, die einfach und unkompliziert mit der Biokiste mitgeliefert werden können. Am Kundenbrief findet man auch  Angebote von hausg’mocht Produkten, Fleisch & Fisch, die wir speziell anbieten.

„Die Regionalkiste ist gerade im Frühjahr sehr Salat-lastig“– Es gibt natürlich die Möglichkeit, dass man Salate ausschließt. Natürlich sind es halt die Salate, die wir im Frühjahr schon sehnsüchtig erwarten, und die zu den ersten frischen regionalen Produkten im Frühling zählen (als willkommene Abwechslung zum Lagergemüse-lastigen Winter in der Regionalkiste). Das möchten wir unseren KundInnen nicht vorenthalten.

„Seinen Speiseplan muss man nach der Kiste richten.“– Es geht aber auch umgekehrt: Die Biokiste kann sich dem den individuellen Bedürfnissen richten. Es gibt bei uns die Möglichkeit, individuell zu bestellen, d.h. sich eine „Wunschkiste“ aus dem aktuellen Obst- und Gemüseangebot zusammenzustellen.

Außerdem hab ich die tolle Gelegenheit bekommen mir den Biohof Achleitner persönlich anzusehen und einen Blick hinter die Kulissen der Biokiste zu werfen. Eine wirklich klasse Erfahrung, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte.

Wie auch beim Food Camp hab ich hier eine kurze Video-Sequenz für euch:

Ich hab vor ein paar Wochen bei meiner Heimfahrt von Wien einen Zwischenstopp in Eferding eingelegt. Dort befindet sich nämlich der Biohof. Ein recht modernes und spannendes Gebäude.

Biohof Achleitner Biokiste

Der zugehörige Bioladen mitten im Grünen war an diesem Montag sehr gut besucht und ich hab vor dem Termin auch noch ein bisschen durch das bunte Obst- und Gemüseangebot gestöbert. Außerdem gab’s für mich dann noch ein leckeres Mittagessen vom reichhaltigen, vegetarischen Buffet, das direkt neben dem Frischmarkt ist.

Biohof Achleitner Biokiste

Der Termin war sehr nett und mir wurde nochmal ganz genau erklärt wie das Prinzip der Biokiste funktioniert. Wer die Lieferanten sind, worauf besonders Wert gelegt wird und wie sich das Angebot der Kiste zusammenstellt. So bestimmen natürlich auch die Abonnenten der Biokiste den Inhalt. Denn es kommt schließlich auch nur das rein was bei den Kunden auch beliebt ist.

Ich persönlich finde die Regionalkiste ja besonders interessant. Denn so bekommt man nur das geliefert, was in Österreich zur Zeit an Obst und Gemüse verfügbar ist. So lernt man 1. tolles neues Gemüse kennen und 2. lernt man wieder was es heißt, wenn man nicht das ganze Jahr ein Überangebot von den selben Sorten hat. Das ist nachhaltig und außerdem gesund wenn man nur die Lebensmittel, die es zu der Jahreszeit bei uns gibt, isst.

Leider war ein Kritikpunkt von mir, dass ich im Frühjahr ein Überangebot an Äpfel hatte. Wir hatten nämlich die Regionalkiste und die Obstkiste abonniert. Klar, dass da viele Äpfel dabei sind. Ich hab mich jetzt wieder für die Regionalkiste entschieden. Dieses Mal hab ich allerdings Äpfel ausgeschlossen, da ich echt den ganzen Sommer keine Lust mehr darauf hatte ;)

Anmerkung von Rudi: Über den Kritikpunkt, dass in der Regionalkiste im Winter so viele Äpfel, Sauerkraut etc. sind, muss ich mittlerweile öfter lachen. Denn einerseits wollen wir uns von Obst und Gemüse der Saison ernähren, andererseits waren wir enttäuscht über das begrenzte Angebot… Da sieht man mal wie schnell man den Bezug dazu verliert, was es heißt sich regional zu ernähren (und wie viel vom angebotenen Gemüse im Supermarkt wirklich regional ist). Beim nächsten mal werde ich also erst nachdenken bevor ich gscheid‘ daherrede ;)

Biohof Achleitner Biokiste

Das Gebäude vom Biohof ist sehr speziell und spannend gebaut. So ist die komplette Fassade mit Stroh gedämmt und das kann man sogar von außen sehen.

Biohof Achleitner Biokiste

Weiter ging’s für mich in den Waschbereich der Kisten. Hier kommen die Kisten wieder zurück und werden gewaschen und für den weiteren Gebrauch wieder vorbereitet. Im Lagerbereich des Biohofs befindet sich eine Bananen-Reifekammer und zahlreiche Obst- und Gemüsestapel, die bei meinem Besuch gerade auf die Qualität gecheckt wurden.

Biohof Achleitner Biokiste Biohof Achleitner Biokiste

Mir wurden die einzelnen Lagerräume und Kühlräume gezeigt. So bekommen Äpfel zum Beispiel einen eigenen Lagerraum, da anderes Obst und Gemüse sonst zu schnell reifen würde.

Biohof Achleitner Biokiste

Schließlich waren wir dann schon bei der eigentlichen Packstation, wo jede Kiste händisch befüllt wird. Das passiert von Montag bis Donnerstag. Je nachdem wann der Liefertermin der Kiste ist.

Was ich besonders toll finde ist die Einstellung zu den Lebensmitteln. Bevorzugt werden regionale Produkte aus dem Raum Eferding, wenn diese nicht verfügbar sind, werden sie von anderen Bio-Bauern aus Österreich bezogen bevor zur Auslandsware gegriffen wird.

Unsere Kiste z.B. wird mit vielen anderen Kisten in einem LKW nach Salzburg gebracht und von dort aus verteilt. Wer da Sorge um die Umwelt hat, sollte dabei bedenken, dass ich mir dadurch im Moment so jede Fahrt in den Bioladen und in umliegende Geschäfte spare. Und das machen auch noch einige mehr in dieser Gegend. Sonst gäbe es das Angebot bei uns ja nicht ;) (nur zur Info)

Eins war mir nach dem Besuch auf jeden Fall klar. Wir haben die Kiste einfach falsch angewendet. Man kann im Internet nachsehen was in der Biokiste sein wird und ggf. noch etwas dazu bestellen, umbestellen oder die Kiste pausieren. Da wir unsere Einkäufe früher schon wöchentlich geplant haben, fällt uns das also nicht so schwer.

Was mich auch immer noch fasziniert, ist, dass es immer noch heimisches Gemüse gibt, das ich noch nie zuvor gekostet habe. Ohne die „Zwangsbeglückung“ hätten wir so einiges nicht kennengelernt. Außerdem möchte ich hier noch loswerden wie zeit- und nervensparend es ist, wenn einem die Arbeit zum Lebensmitteleinkauf und so einige Entscheidungen abgenommen wird.

Biohof Achleitner Biokiste

Ein bisschen neidisch wird man auch wenn man durch die Büroräume der Angestellten geht. Alles ist grün und sehr modern eingerichtet. Und von oben kommt man wieder in den Eingangsbereich, den Frischmarkt im Erdgeschoß zurück. Ein sehr schöner Rundgang ;)

Biohof Achleitner Biokiste

Ich möchte mich sehr herzlich für die nette Einladung und die interessante Führung vom Biohof bedanken.

Habt ihr die Biokiste selbst abonniert oder kennt ihr das Angebot der unterschiedlichen Kisten? Wenn ja, wie findet ihr es?

Bis bald,

Signatur Kathi

P.S.: Die Biokiste eignet sich auch perfekt als Weihnachtsgeschenk für Freunde und Familie.Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit dem Biohof Achleitner entstanden. Vielen Dank!